Kirchenchor

Für den Kirchenchor ... ...

geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Als wir im Gremium über die Planungen für 2016 gesprochen haben, konnten wir noch nicht wissen, wie aufregend es tatsächlich für alle wird. Das Wochenende im Jugendwaldlager war für alle, die daran teilgenommen haben, eine völlig neue Erfahrung. Die Zeit, die wir dort gemeinsam verbracht haben, war abwechs- lungsreich gestaltet. Neben den mehrstündigen Gesangseinheiten blieb noch Zeit für Ge- spräche, Spiele und ganz viel Spaß. Für mich als „Nicht-Rhumspringer“ war es eine gute Gelegenheit, die Chormitglieder auch mal an- ders kennenzulernen. Die Proben, teilweise unter freiem Himmel, waren für alle eine völlig neue Erfahrung und wurden als sehr intensiv erlebt. Diese intensiven Vorbereitungen konnten wir dann zunächst an unserem Jubiläumstag umsetzen. Für alle Teilnehmer war es ein wirklich schöner Tag, der allen sicher noch länger in Erinnerung bleiben wird. Und dann das Konzert an der Rhumequelle, für mich persönlich das herausragendste Er- eignis in meiner bisherigen Chorzeit. Wir haben uns an Gesangsstücke gewagt, die sonst nicht zu unserem Repertoire gehören. Besonders für die Älteren unter uns war es eine Herausforderung, auch englische Texte zu singen. Alle, die uns an der Quelle gehört haben, können mir zustimmen, dass sie diese Herausforderung mit Bravour gemeistert haben. Ich spüre immer noch eine Faszination, wenn wir Lieder vor tragen, die wir zuvor in of t mühevoller Kleinarbeit in einzelnen Sequen- zen erlernt haben und die dann zu einem Ganzen werden. Es macht mich froh, dass ich mich vor eini- gen Jahren entschlossen habe, diesem Chor beizutreten. Ja, eigentlich bin ich auch stolz, dazu zu gehören und kann Andere nur er- mutigen, es auch zu tun. Ich bin von Anfang an ohne Vorbehalte in die Chorgemeinschaft aufgenommen worden, obwohl ich nicht in Rhumspringe wohne und hatte nie das Ge- fühl, ein Außenseiter zu sein. Seid mutig, traut euch, einfach mal vorbei zu schauen und zu erleben, wie arbeitsreich, aber auch oftmals lustig so eine Chorprobe sein kann und spätestens nach dem ersten Auftritt in einem Gottesdienst seid ihr dann so „infiziert“ wie ich und wollt dabei bleiben. Es ist nicht immer leicht, manchmal muss man sich aufraffen, zur Probe zu gehen, weil an- dere Dinge wichtiger erscheinen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Singen in der Gemeinschaft einem helfen kann, auch persönliche Herausforderungen anzuneh- men und zu meistern. Bei alledem verbindet uns nämlich eines: die Freude an der Musik und am Gesang und der Ehrgeiz, uns immer noch zu verbessern.

Angelika Wendland

Kirchenchor St. Sebastian Rhumspringe

Der Kirchenchor St. Sebastian Rhumspringe wurde am 15.08.1966 von Werner Gatzemeier (Organist seit 1966) gegründet. Er leitete den Chor bis zum Sommer 2008. Ab diesem Zeitpunkt übernahm Christiana Diedrich das Amt der Leiterin. Die Chorgemeinschaft setzt sich aus ca. 70 Stimmen, aller Altersstufen (von 15 bis über 80 Jahre), zusammen. Neue Sänger/innen sind jederzeit herzlich willkommen. Das Repertoire umfasst sowohl Kompositionen der alten Meister wie Bach, Mozart, Händel, Haydn, Schubert etc. als auch moderne Kirchenlieder, die besonders gern von der jüngeren Generation angenommen werden. Über das Jahr hinaus werden viele Gottesdienste und Andachten musikalisch gestaltet und darüber hinaus ein kirchenmusikalisches Konzert angeboten. Mit seinem Wirken findet der Chor auch über den eigenen Ort hinaus lobende Anerkennung. Er wurde nicht nur in benachbarte Pfarreien, und später auch im größerem Umkreis zur Gestaltung von Gottesdiensten und Konzerten eingeladen, sondern kann mittlerweile auf Auftritte in vielen Diözesen, u.a. Hildesheim, Köln, Münster, Würzburg, Bamberg und München zurückblicken. In der eigenen Diözese machte der Chor in Hildesheim, Hannover, Lüneburg, Celle, in Städten des Harzgebietes und besonders in zahlreichen Orten der näheren Umgebung des Eichsfeldes auf sich aufmerksam. Die Anerkennung der Zuhörer ist für den Chor immer wieder Ansporn, in seinem Wirken nicht nachzulassen, getreu dem Wahlspruch: „Alles zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen!“ Leiterin des Kirchenchores: Christiana Diedrich.
Für Anfragen steht Bernadette Jacobi Tel.: 05529 / 1872 zur Verfügung!

 

 

Jubiläumskonzert an der Rhumequelle

Immer Mittwoch abends üben der Tanzsportclub ELAN im unteren Bereich des Rhumspringer Pfarrheimes und der Kirchenchor St. Sebastian im oberen Saal, allerdings eine halbe Stunde zeitversetzt. Wenn dann die Fenster geöffnet sind, kann man den Gesang ziemlich deutlich hören. Seit Monaten nun erklangen von oben aber auch ganz andere Melodien als Klassik oder Kirchenlieder. Es gab eine Erklärung! Im Rahmen der von der Gemeinde Rhumspringe organisierten Quellenkonzerte und als ein Beitrag zum eigenen 50- jährigen Jubiläum, wollte der Kirchenchor im Sommer 2016 an der Rhumequelle singen. Der vorgesehene Termin im Juni musste allerdings wetterbedingt abgesagt werden, fiel also buchstäblich ins Wasser. Er wurde dann am 21. August nachgeholt. Aber auch an diesem Tag war das Wetter nicht so beständig und viele Freunde des Chores bangten um den Auftritt vor der herrlichen Kulisse an der Rhumequelle. Zu Beginn der Veranstaltung versprach Bürgermeister Franz Jacobi den Gästen dann sehr mutig: „Heute wird das Wetter halten“, und die 70 Sänger/innen eröffneten das Konzert mit dem Song „The Lion sleeps tonight“. Popsongs von ABBA und Volkslieder wie „Der Jäger aus Kurpfalz“, „Hab mein Wagen voll geladen“ oder „O Täler weit o Höhen“ ein von Mendelsohn-Bartholdy vertontes Gedicht von Joseph von Eichendorff schlossen sich an. Chormitglied Martin Jacobi erläuterte als Moderator, zum Verständnis der Zuhörer, viel Wissenswertes über die vorgetragenen Lieder und Komponisten. Wie eine gelungene Inszenierung wirkte es, als zum „Phantom der Oper“ bedrohlich dunkle Wolken aufzogen. Zum Glück fielen aber nur wenige Tropfen. Auch das Publikum wurde mit einbezogen, als Sänger und Gäste das Lied „ Die Gedanken sind frei“ gemeinsam anstimmten. Mit dem Abendlied von Rheinberger und dem Sandmann-Lied, das Generationen von Kindern abends hörten, verabschiedete sich der Chor sehr passend. Auf dem Klavier begleitet wurde er von Christopher Wagner und der Chorlei- terin Christiana Diedrich. Ich denke, am Ende dieses Nachmittags waren alle höchst zufrieden, die Gäste über den musikalischen Genuss, der Bürgermeister, weil seine Wetterprognose eingetroffen war und der Chor, weil er Martin Jacobis Zusage vor dem Konzert: „Wir können auch anders“, einhalten und wieder einmal von sei- nem Können überzeugen konnte.

Rosemarie Jütte