Kolping

Kolpingfamilie Rüdershausen

Präses........................................Pfarrer Markus Grabowski
1. Vorsitzende..........................Andrea Wiegmann, Tel. 05529/919156
2. Vorsitzender........................Michael Kerl, Tel. 05529/999649 
Schriftführer...........................Armin Diedrich, Tel. 05529/8119
Kassierer..................................Sven Sigel, Tel. 05529/419 
Seniorenbeauftragter..........Helmut Buhl, Tel. 05529/271
Seniorenbeauftragter..........Elmar Diedrich, Tel. 05529/1506
Seniorenbeauftragter..........Werner Hilbert, Tel. 05529/636
Jugendbeauftragte...............Claudia Segebrecht, Tel. 05529/8116
Bildungsbeauftragter..........Rainer Diedrich, Tel. 05521/3137
Pressewart..............................Franz-Josef Lange, Tel. 05529/1357 
Pressewart..............................Mario Adam, Tel. 05529/581

Auseinandersetzung mit unserer Vergangenheit

Fahrt der Kolpingsenioren zum KZ Mittelbau-Dora und zum Josephskreuz Für den 4. Juli 2018 organisierten Günther Goldmann und das Ehepaar Anker eine Tagesfahrt für die Kolpingsenioren, Bezirk Untereichsfeld, zum ehemaligen KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen und zum Josephskreuz nach Stollberg. Auch 16 Personen aus unserer Pfarrei hatten sich angemeldet. Als alle 85 Teilnehmer eingesammelt waren, begann Pfarrer Kaminski die Reise mit einem Morgenlob. Gegen 10 Uhr kam die Gruppe an der Salzaquelle an. Dort gab es ein deftiges Frühstück, das das Ehepaar Elmar und Marianne Diedrich vorbereitet hatte und einen Vortrag über die Stadt Nordhausen.
Um 11 Uhr waren die Kolpingsenioren im Besucherzentrum der KZ--Gedenkstätte für eine Führung mit Stollenbesichtigung angemeldet. Mittelbau-Dora war ein Konzentrationslager des „Totalen Krieges“ und steht exemplarisch für die Geschichte der mörderischen Zwangsarbeit und der Untertageverlagerung von Rüstungsferti-gungen in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges. „Dora“ wurde im August 1943 als Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald gegründet. Im Zuge der Verlagerung der Raketenrüstung von Peenemünde in den Südharz, mussten KZ-Häftlinge eine Stollenanlage im Kohnstein bei Nordhausen zur Raketenfabrik ausbauen. Monatelang waren die Häftlinge in unterirdischen Kammern untergebracht. Erst im Frühjahr 1944 entstand für sie ein Barackenlager auf dem Außengelände. Die meisten Häftlinge wurden auf Baustellen, andere auch in der Untertagefabrik in der Raketenmontage eingesetzt. Sie alle wurden Opfer mörderischer Zwangsarbeit und grausamster Misshandlungen durch die SS. Am 11. April 1945 befreite die US-Armee das Lager. Mehr als 20.000 Häftlinge hatten das KZ Mittelbau-Dora nicht überlebt. Die Gedenkstätte ist heute sowohl zeitgeschichtliches Museum als auch historischer Tatort: Im Gelände und im Stollen zeugen Spuren und Relikte von den begangenen Verbrechen. Mittelbau-Dora ist ein Ort der Trauer und des Gedenkens an die Opfer. (Informationen entnommen aus Flyer „KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora“) Die Reisegruppe konnte das Außengelände und die Stollenanlagen besichtigen und war tief erschüttert anlässlich des tausendfachen brutalen Leids, welches sich hier zur Zeit der NS-Diktatur abgespielt hatte. Unglaublich, was Menschen einander antun können. Aber auch dieses Kapitel ist ein Teil unserer Vergangenheit. Beten wir, dass sich diese furchtbaren Auswüchse der deutschen Geschichte niemals wiederholen.
Gegen 13.30 Uhr trafen die Kolpingsenioren schließlich zum Mittagessen im Gasthaus „Sonneneck“ in Nordhausen ein.
Danach wurde die Abfahrt zur Josephshöhe bei Stollberg angesagt. Auf dem Auerberg, mit 580 m der höchste Punkt im Unterharz, steht das Josephskreuz. Es ist ein 38 m hoher Aussichtsturm und soll das größte eiserne Doppelkreuz der Welt sein. Der Bau wurde 1896 errichtet und ist mit seiner Konstruktion dem Eiffelturm in Paris nachempfunden. Einige der Teilnehmer wagten die 200 Treppenstufen bis zur Aussichtsplattform und wurden mit einem herrlichen Rundblick über die Wälder des Unterharzes belohnt. Sogar der Brocken konnte gesichtet werden.
Nach der anschließenden Kaffeepause trat die Reisegruppe gegen 18 Uhr die Heimreise an und brachte tiefgreifende Eindrücke mit in das eigene Zuhause.
M. Adam

120 Jahre Kolpingsfamilie Rüdershausen

Das 120-jährige Bestehen der Kolpingsfamilie sollte in einem kleinen Rahmen und mit einer besonderen Aktion am letzten Augustsonntag gefeiert werden. Da die Kolpingsfamilie sich bereits seit 1960 ehrenamtlich um die Instandhaltung der Klus bemüht, sollte eine notwendige umfassende Sanierung diese Aktion zum Vereinsjubiläum beinhalten. Durch Eigenleistung des Vereins und Spenden der Gemeinde Rüdershausen, der Sparkasse und der Volksbank war dieses Projekt möglich geworden. Den Innenraum sanierte der Rüdershäuser Malerbetrieb Neisen, ein neues Fenster wurde von Dennis Kroll eingesetzt und die Außenfassade von Elmar Diedrich und Günther Otto neu gestrichen. In einer kleinen Andacht sollte die Klus, die sich idyllisch unter alten Bäumen gelegen und in exponierter Lage einen herrlichen Ausblick auf die Rüdershäuser Umgebung bietet, von Pfarrer Markus Grabowski neu eingesegnet werden. „Es ist ein Ort, der immer wieder dazu einlädt zu verweilen“, waren seine einleitenden Worte. Nun erzählte die Vorsitzende, Andrea Wiegmann, die uralte Sage von der Entstehung der Klus. Erstmals erwähnt wurde sie nach dem Dreißigjährigen Krieg. Nachdem die Klus im Jahr 1885 einzustürzen drohte, wurde sie abgebrochen, und durch zahlreiche Spenden konnte sie am gleichen Ort neu errichtet werden. So heißt es in den historischen Aufzeichnungen der Kirchengemeinde. 1960 stand eine erste Renovierung an, für die sich die Kolpingbrüder Werner und Elmar Diederich, Georg Sommer und Paul Schönekeß verantwortlich zeigten. Im Jahr 1997, dem 100-jährigen Bestehen des Vereins, wurde das Dach erneuert und eine Gedenktafel angebracht. Für viele Jahre wurde die Klus von der Familie Hilbert betreut, seit 2 Jahren erfüllt diese Aufgabe nun Andrea Wiegmann. Die Vorsitzende sprach Dankesworte an alle, die sich um den Erhalt dieser schönen Gebetsstätte eingesetzt hatten. Bei herrlichem Sonnenschein sang und betete man unter alten Linden und auf Bänken und Wallfahrtsstühlen sitzend, alte Marienlieder, sprach Fürbitten und lauschte den Gebetstexten, die von Pfarrer Grabowski und den Mitgliedern der Kolpingsfamilie vorgetragen wurden. Dann sprach der Geistliche die Segnungsworte und die alte Klus konnte in neuem Glanz erstrahlen. Anschließend verbrachte man noch ein paar gemütliche Stunden bei einer Kaffeetafel im Pfarrheim.

Für Nachwuchs ist gesorgt

In der Advents- und Weihnachtszeit erstrahlt der Tannenbaum vor der St. Andreas-Kirche in großer Pracht und Herrlichkeit. Inzwischen wird es jedoch zunehmend schwieriger die Weihnachtsbeleuchtung anzubringen, da der Baum von Jahr zu Jahr ein gutes Stück in die Höhe wächst. In ein paar Jahren wird dieses nicht mehr möglich sein. Damit auch in Zukunft ein Weihnachtsbaum vor der Kirche erleuchten kann, wurde vom Kolping eine Nordmanntanne von der Firma Grünewald erworben und nun rechtsseitig des Weges gepflanzt. Dies ist einer anonymen Spende eines Kolpingbruders zu verdanken, dem diese Nachpflanzung ein besonderes Anliegen war.