Kolping

Kolpingfamilie Rüdershausen

Präses........................................Pfarrer Matthias Kaminski
1. Vorsitzende..........................Andrea Wiegmann, Tel. 05529/919156
2. Vorsitzender........................Thilo Diedrich, 
Schriftführer...........................Armin Diedrich, Tel. 05529/8119
Kassenwartin.........................Gabi Diedrich
Erweiterter Vorstand...........Michael Stephan, Ellen Vorwald, Anja Schmalstieg, Lena Wiegmann,
                                                     Jannis Vorwald 


Elmar Diedrich wird am 23. März 80 Jahre alt

 

Mit Leib und Seele Kolpingbruder

Bis auf den heutigen Tag kann man diesen, für die Belange von Kolping und Kirche hochengagierten Mann, einen Mann der Taten nennen. Im Laufe seines Lebens hat sich Elmar Diedrich durch seinen vielfältigen Einsatz große Verdienste erworben. Zu seinem Ehrentag gratulieren der Kirchort Rüdershausen und die Pfarrei Rhumspringe ganz herzlich, danken für seinen unermüdlichen Einsatz und wünschen ihm noch viele weitere segensreiche Jahre bei bester Gesundheit und froher Schaffenskraft.
Hier ein kurzer Überblick seines umfangreichen Wirkens zum Wohle von Kolping und Kirche: In der Chronik der Kolpingsfamilie Rüdershausen steht vermerkt, dass der damals 17-jährige Elmar Diedrich bereits 1958 in den Vorstand des Vereins aufgenommen wurde. Im Jahr 1980 wurde er als 1. Vorsitzender der Nachfolger von Karl Zwingmann, nachdem er schon viele Jahre zuvor als Senior und 2. Vorsitzender dem Verein zur Verfügung gestanden hatte.
Was beinhaltete nun seine Vorstandsarbeit für Kolping? Da waren zunächst die Leitung von Versammlungen, die Organisation von Vortrags-, Diskussions-, Theater-, Kegel-, Kultur-, Grill- und Spieleabende, von Kaffeetafeln, Basaren, Karnevals-, Erntedank- und Adventsfeiern, die Vorbereitung und Mitgestaltung von Gottesdiensten, Gedenktagen, Wallfahrten, Andachten und Pfarrfesten.
Auch bei verschiedenen Jubiläen und Festen seines Heimatortes, anderer örtlicher Vereine und der Nachbargemeinden zeigte Elmar Diedrich stets Einsatz, sei es durch Teilnahme, die Gestaltung von Festwagen bei Umzügen oder eine Standbetreuung.
Auch das Darbringen eines Ständchens am Grab, zu Hochzeiten, runden Geburtstagen oder Festen durch die Gesangsabteilung musste geplant und durchgeführt werden. Der Kolpingball war in jedem Jahr einer der Höhepunkte im Dorfleben.
Das 100-jährige Gründungsfest des Vereins, im Jahr 1997, war ein Dorffest wie in alten Zeiten. Natürlich musste man als Vorsitzender an diversen Veranstaltungen auf Bezirksebene und an Diözesankonferenzen teilnehmen.
 Auch Eigenleistungen beim Bau der Friedhofskapelle oder der Instandhaltung der Klus sollen hier einmal erwähnt werden. Schon im Januar 1990, gleich nach dem Fall der Mauer, wurde beim Treffen der Kolpingvorstände der Bezirke Ober- und Untereichsfeld, die Idee einer Partnerschaft zur Kolpingsfamilie Worbis geboren, die in den ersten Jahren nach der Wende intensiv gelebt wurde.
Ein besonderes Steckenpferd von Elmar Diedrich war die Organisation und Durchführung von Wanderungen, Tagesausflügen und Mehrtagesfahrten. Dieses waren immer die Höhepunkte des Vereinsjahres. Nur einige der Ziele seien hier erwähnt: dreimal ging es nach Lourdes, nach Rom (mit Pfingstgottesdienst des Papstes im Petersdom), Paris, San Remo, Monaco, nach Wien, Budapest und zum Plattensee.
Nach der Grenzöffnung unternahm man gern auch Tagesausflüge in die ehemalige DDR. Für Viele sind diese Fahrten unvergesslich, und heute noch erinnern zahlreiche Fotos und Dias die Teilnehmer an diese einzigartigen Erlebnisse.
Was ihm selbst bis heute unvergesslich ist, ist die Seligsprechung des Gesellenvaters Adolph Kolping im Jahr 1991 in Rom, an der er teilnehmen konnte. Bei den vielfältigen Aufgaben die zu bewältigen waren, konnte Elmar Diedrich jedoch immer auf die Mithilfe und Unterstützung seiner Familie zählen. Im Jahr 2008 zog sich Elmar aus der Vorstandsarbeit zurück und legte die Verantwortung für den Verein nun in die Hände seiner Tochter Andrea.
Er wirkte aber weiterhin im Hintergrund mit und war immer zur Stelle, wenn Hilfe nötig war. Bis heute gehört Elmar Diedrich zu den Hauptverantwortlichen bei den Kolpingsenioren auf dem Pferdeberg. Nicht nur im Kolping war Elmar Diedrich stets aktiv, sondern auch im Kirchenleben. So war er für viele Jahre im Pfarrgemeinderat tätig, übte den Lektorendienst aus, ist bereits seit mehr als 40 Jahren in der Fronleichnamkapelle, bis zum heutigen Tag als Kommunionhelfer (seit 1975) im Einsatz und bringt die Krankenkommunion. Auch beim Krippenauf- und ,-abbau ist er in jedem Jahr dabei.
M. Adam


120 Jahre Kolpingsfamilie Rüdershausen

Das 120-jährige Bestehen der Kolpingsfamilie sollte in einem kleinen Rahmen und mit einer besonderen Aktion am letzten Augustsonntag gefeiert werden. Da die Kolpingsfamilie sich bereits seit 1960 ehrenamtlich um die Instandhaltung der Klus bemüht, sollte eine notwendige umfassende Sanierung diese Aktion zum Vereinsjubiläum beinhalten. Durch Eigenleistung des Vereins und Spenden der Gemeinde Rüdershausen, der Sparkasse und der Volksbank war dieses Projekt möglich geworden. Den Innenraum sanierte der Rüdershäuser Malerbetrieb Neisen, ein neues Fenster wurde von Dennis Kroll eingesetzt und die Außenfassade von Elmar Diedrich und Günther Otto neu gestrichen. In einer kleinen Andacht sollte die Klus, die sich idyllisch unter alten Bäumen gelegen und in exponierter Lage einen herrlichen Ausblick auf die Rüdershäuser Umgebung bietet, von Pfarrer Markus Grabowski neu eingesegnet werden. „Es ist ein Ort, der immer wieder dazu einlädt zu verweilen“, waren seine einleitenden Worte. Nun erzählte die Vorsitzende, Andrea Wiegmann, die uralte Sage von der Entstehung der Klus. Erstmals erwähnt wurde sie nach dem Dreißigjährigen Krieg. Nachdem die Klus im Jahr 1885 einzustürzen drohte, wurde sie abgebrochen, und durch zahlreiche Spenden konnte sie am gleichen Ort neu errichtet werden. So heißt es in den historischen Aufzeichnungen der Kirchengemeinde. 1960 stand eine erste Renovierung an, für die sich die Kolpingbrüder Werner und Elmar Diederich, Georg Sommer und Paul Schönekeß verantwortlich zeigten. Im Jahr 1997, dem 100-jährigen Bestehen des Vereins, wurde das Dach erneuert und eine Gedenktafel angebracht. Für viele Jahre wurde die Klus von der Familie Hilbert betreut, seit 2 Jahren erfüllt diese Aufgabe nun Andrea Wiegmann. Die Vorsitzende sprach Dankesworte an alle, die sich um den Erhalt dieser schönen Gebetsstätte eingesetzt hatten. Bei herrlichem Sonnenschein sang und betete man unter alten Linden und auf Bänken und Wallfahrtsstühlen sitzend, alte Marienlieder, sprach Fürbitten und lauschte den Gebetstexten, die von Pfarrer Grabowski und den Mitgliedern der Kolpingsfamilie vorgetragen wurden. Dann sprach der Geistliche die Segnungsworte und die alte Klus konnte in neuem Glanz erstrahlen. Anschließend verbrachte man noch ein paar gemütliche Stunden bei einer Kaffeetafel im Pfarrheim.