Berichte

 Kommt, alles ist bereit!

Sehr schöner Abend der Ökumene beim Weltgebetstag in St. Andreas.

Der erste Weltgebetstag wurde bereits im Jahr 1927 gefeiert. Er steht für die Begriffe: ökumenisch, weltweit, für Frauen. Bereits mehr als 120 Länder beteiligen sich an der Aktion. Am ersten Freitag im März geht das Gebet, durch verschiedene Zeitzonen, 24 Stunden lang rund um den Globus.
In diesem Jahr stand das Balkanland Slowenien im Fokus der Gebete. Das Land war bis 1991 nie ein unabhängiger Nationalstaat und stand schon immer im Knotenpunkt internationaler Wanderungs- und Handelsströme. Gastfreundschaft wird großgeschrieben. Die slowenischen Frauen hatten die aus dem Gleichnis vom Festmahl entnommene Einladung „Kommt, alles ist bereit!“ als Motto ausgesucht. Es ging um die Teilhabe aller, ganz besonders der Frauen in unseren Gesellschaften und Kirchen. Als Sinnbild stand dafür der gedeckte Tisch, an dem noch Platz war. Die katholische Frauengemeinschaft Rüdershausen hatte diesen Gottesdienst vorbereitet und alle Frauen aus Hilkerode, Rhumspringe und Rüdershausen zu Gebet, Fürbitte und Gesang eingeladen. Die vier Frauenverbände übernahmen den Vortrag der vorgegebenen Texte. Die Lieder waren beschwingt, mit berührenden Texten. In kurzen Szenen wurden Situationen und Probleme der slowenischen Frauen geschildert. Dabei standen zwei Hauptthemen im Vordergrund: die schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt und die Gewalt gegen Frauen. Immer noch werden große Unterschiede zwischen Mann und Frau gemacht. Frauenrechte sind in Slowenien nach wie vor ein großes Thema.
Deshalb setzt sich der Weltgebetstag dafür ein, dass Frauen mit am Tisch sitzen und in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft mitbestimmen dürfen. Damit wir gemeinsam am Tisch sitzen und Gottes Einladung schon heute Wirklichkeit wird.
Durch die Kollekte unterstützt der WGT eine Anlaufstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind. Außerdem werden jährlich mehr als 100 Projekte für Frauen und Mädchen rund um den Globus gefördert.
Beim anschließenden Beisammensein vermischten sich die einzelnen Gruppierungen. Es wurden Schnittchen, Weintrauben, gefüllte Fladenbrote und slowenisches Gebäck gereicht. An den Tischen diskutierte man eifrig und saß noch eine gute Zeit beieinander.
Am Ende des Abends konnte Sigrid Thies den anwesenden Frauen mitteilen, dass ein Betrag von 261 Euro bei der Kollekte zusammengekommen war, der nun an das Weltgebetstags-Komitee für die Unterstützung ihrer sozialen Projekte überwiesen werden konnte.
M. Adam

St. Andreas Patrozinium in Rüdershausen am 30. November

Vom Leben, Wirken und der Verehrung unseres Kirchenpatrons Andreas wurde 5 vor Chr. in Bethsaida (heuteSyrien) geboren. Seine Eltern waren Jonah und Joanna, sein Bruder Simon Petrus. Die Familie besaß ein Haus in Kafarnaum am See Gennesareth.
Die beiden Brüder waren von Beruf Fischer. Das Johannesevangelium berichtet, Andreas sei zuerst ein Jünger von Johannes dem Täufer gewesen, der ihn später dann an Jesus verwies. Er war der erste von Jesus berufene Jünger.
Kurze Zeit später führte Andreas auch seinen Bruder Simon Petrus zu Jesus. Beide waren vom Messias so begeistert, dass sie Kafarnaum verließen um ihm zu folgen. Bei der Speisung der 5000 wies Andreas Jesus auf den Jungen mit den fünf Broten und zwei Fischen hin.
Nach dem Markusevangelium gehörte er zu einem der nur vier Jünger, denen Jesus eine Rede über die Endzeit mitteilte. Er war beim Abendmahl, bei der Himmelfahrt und an Pfingsten anwesend. Ansonsten wird er in der Bibel nicht mehr besonders erwähnt. Nach dem Tod Jesu ging Andreas auf Missionsreisen.
Er predigte auf dem Gebiet des südöstlichen Europas, in der Türkei, Georgien, Kurdistan und Armenien. Andreas befreite den Apostel Matthias und gab dem Geblendeten das Augenlicht wieder. Zahlreiche weitere Wunder und Heilungen wurden berichtet. Durch die Kraft seiner Worte bekehrte er Tausende zum Glauben an Christus und baute zahlreiche Kirchen.
Andreas gründete den Bischofssitz von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. In Patras (Griechenland) heilte Andreas die Frau des Statthalters und bekehrte sie zum Christentum. Dieser ließ Andreas jedoch geißeln und verurteilte ihn zu einem langsamen Tod an einem X-förmigen Kreuz. Der Statthalter wurde mit Wahnsinn geschlagen, noch bevor er sein Haus erreichte.
Andreas wurde in der Apostelkirche in Istanbul bestattet. Später wurden seine Gebeine nach Amalfi (Italien) gebracht. Die Kopfreliquie ruhte ab 1462 im Petersdom zu Rom.
Papst Paul VI gab sie 1964 als Zeichen der Ökumene an die Orthodoxie zurück. Auch Köln besitzt eine Andreas-Reliquie. Zu den Andreas-Attributen gehören Fisch, Seil und X-förmiges Kreuz. In der Reihe der Apostel steht Andreas traditionell an 2. Stelle. Ihm wird die Gründung des allgemeinen Bischofssitzes zugeschrieben. Er gilt als Apostel Kleinasiens und Konstantinopels. Andreas ist Nationalheiliger von Russland, Schottland, Griechenland, Spanien und Rumänien. Besonders hohe Bedeutung hat Andreas in der orthodoxen Kirche erlangt, vergleichbar mit Petrus und Paulus in der röm.-kath. Kirche. In der schottischen Flagge und im britischen „Union Jack“ ist das Andreaskreuz vertreten.
Außerdem ist es als Verkehrszeichen weltweit an Bahnübergängen zu finden. Andreas ist Schutzpatron der Fischer, Bergleute und Seilmacher. Wetterregeln: Wenn es an Andreas schneit, der Schnee hundert Tage liegen bleibt. Oder: Hält St. Andreas den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück.
Quellen: www.heiligenlexikon.de,   www.katholisch.de,  www.wikipedia.de
Das letzte Patrozinium beging man in Rüdershausen in besonders feierlicher Form. Die Zelebranten waren Pfarrer Markus Grabowski und Pfarrer Werner Holst. Der Auftritt des Rhumspringer Kirchenchores war sehr beeindruckend und unterstrich den würdevollen Gottesdienst.
Ein Novum: Nach der Messe lud der KGR nicht wie üblich ins Pfarrheim ein, sondern es wurden Gutscheine für Bratwurst und Getränke an den Kirchentüren verteilt, die auf dem Platz bei der Freiwilligen Feuerwehr eingelöst werden konnten. Hier fand das Fest dann seinen Ausklang.
M. Adam

Zauberhafte Klänge Musikalische Einstimmung auf Weihnachten

Am dritten Adventssonntag hatte der Männergesangverein Cäcilia Rüdershausen, gemeinsam mit dem MGV Eintracht Großlohra /Trebra unter der Leitung von Siegfried Schäfer, zu einem Adventskonzert eingeladen.
Weitere musikalische Gäste, die Mandolinen- und Gitarrengruppe Rüdershausen, sowie das Vokalensemble „Vox Virorum“ aus Rhumspringe, bereicherten das Programm. Die Veranstaltung in der St. Andreas Kirche war mit etwa 200 Besuchern sehr gut frequentiert.
Nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden Alfred Krol zeigten die Nachwuchstalente Lena Jagemann, Alexandra Wiedemann und Paul Krol ihre Fertigkeiten auf der Geige und Trompete.
Die einzelnen Gruppen wechselten sich mit ihren Darbietungen ab und verzauberten immer wieder das aufmerksame Publikum, wobei das schöne Ambiente und die hervorragende Akustik der St. Andreas Kirche ihr Übriges dazu beitrugen.
Die Programmpunkte der einzelnen Gruppen:
MGV * Kommet ihr Hirten * Sancta, Sancta * Süßer die Glocken * Andachtsjodler * Zündet die Lichter der Freude an * Hymne an die Nacht * Wenn es Weihnachten wird
Vox Virorum * Senora Dona Maria * Vamos Patorcillos * Ding Dong Merrilyon * Denn er hat seinen Engeln * Schöne Nacht *
Trommellied Mandolinengruppe * Tochter Zion * Largo v. A. Dvorak * Drei Nüsse für Aschenbrödel * Der kleine Trommler * Ich bete an die Macht der Liebe * Das Wolgalied * Potpourri Vorweihnachtszeit
Nach den Vorträgen der einzelnen Gruppen sangen alle gemeinsam „Oh du fröhliche“.
Dann erhob sich ein heftiger Applaus für die gelungenen Darbietungen und Pfarrer Grabowski bedankte sich bei den Akteuren für die besinnliche Mußestunde. Danach ging man beseelt nach Hause oder zu einem kleinen Plausch mit Glühwein in das Pfarrheim.
M.Adam

Wallfahrtsmesse mit vielen Highlights

Die Wallfahrtsmesse in Rüdershausen war in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. In einer gut gefüllten Kirche konnte Pfarrer Grabowski neben unserem Subsidiar Werner Holst noch weitere Gäste begrüßen: Pater Dr. Johannes Nebel aus dem Kloster Thalbach in Bregenz, sowie den MGV und das Ehepaar Gerhard und Helga Monecke, anlässlich ihrer diamantenen Hochzeit.
Zum Gloria ertönte unter Glockengeläut der kräftige Gesang „Die Himmel rühmen“ aus den Kehlen des MGV Rüdershausen, unter Leitung von Siegfried Schäfer. Es folgte die erste Lesung aus der Apostelgeschichte „Die Berufung des Matthias zum Apostel“ und eine zweite Lesung aus dem Johannesbrief „Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm“; sowie ein Evangelium nach Johannes „Bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir“. Zwischen den einzelnen Abschnitten der Messe erklang immer wieder die kraftvolle, melodische Stimme des Kantors Hans-Georg Brehmer.
In der Predigt ging Pater Nebel auf das Thema „Jesus das Licht“ ein. Ostern ist die entscheidende Säule unseres Glaubens, unserer Hoffnung und unserer Liebe. Ostern fordert unseren Glauben heraus, dieses unerhörte Ereignis, genauso wie die Himmelfahrt Christi. Doch es treten Zeugen auf, an Himmelfahrt genauso wie an Ostern, die dieses Ereignis bestätigen. Um das Unglaubliche zu verkünden nahmen die Apostel sogar ihren eigenen Tod in Kauf, und die Kirche bezeugt es bis heute im Glaubensbekenntnis. Dann stellte er die provokante Frage in den Raum: „Merkt man das uns Christen an, was wir zu verkünden haben?“ Jesus ist das Beispiel für ein vorbildliches Leben, die zentrale Bedeutung unseres moralischen Wirkens.
Wir Christen sind gesandt, der Welt Jesus zu schenken. Dann wandte er sich an das Jubelpaar: „Bei Ihnen stand Gott in der Mitte Ihres Lebens, das Sie durch Ihre 60-jährige Treue bewiesen haben. Größeres und Hoffnungsvolleres kann es in dieser Welt nicht geben.“ Nun widmete sich Pfarrer Grabowski den Eheleuten Gerhard und Helga Monecke. Die Beiden reichten einander die rechten Hände und erneuerten ihr Treueversprechen, begleitet durch den Segen Gottes. Es folgten ein Dank- und Bittgebet des Priesters, ein Geschenk und die Glückwünsche der Pfarrei und des Weihbischofs Nikolaus Schwerdtfeger.
Im Verlauf des Gottesdienstes hatte der MGV Rüdershausen noch zwei weitere Auftritte. Er erfreute die Besucher mit den Vorträgen „Sonntag ist“ und „Santa Maria, ora pro nobis“. Am Ende der Messe überreichte Gerhard Schulze einen Spendenscheck in Höhe von 250€ an den Kirchort Rüdershausen. Für seine großzügige Geste gingen Applaus und Dank an den Verein. Schön, dass der MGV unseren Kirchort häufig so wohl wollend bedenkt. Zum Auszug ertönte das Fatima-Lied, bevor der feierliche Wallfahrtsgottesdienst nach einem kurzen Gebet, dem Te Deum und dem Lied „Freu dich, du Himmelskönigin“ vor dem Kindergarten seinen Abschluss fand. Bei der anschließenden Begegnung im Pfarrheim gab es noch einen regen Austausch unter den Gottesdienstteilnehmern.
M. Adam

Orkan Friederike beschädigt Dach der Rüdershäuser Kirche

Als am 18. Januar 2018 der Orkan Friederike mit voller Wucht über die Mitte Deutschlands fegte, dachte niemand, dass die Schäden im Eichsfeld so heftig ausfallen würden. Auch unsere Pfarrei war betroffen, insbesondere die St. Andreas Kirche in Rüdershausen. Dank der Aufmerksamkeit von Silke Jegerczyk, die ihr Zuhause in der Nachbarschaft der Kirche hat, wurde der Schaden am Kirchendach bald entdeckt. Sie informierte umgehend ihren Mann Carsten, der sich zu diesem Zeitpunkt in Göttingen aufhielt. Sogleich brach er seine Arbeit ab und machte sich, gerade als der Sturm seinen Höhepunkt erreicht hatte, auf den Rückweg nach Rüdershausen. Der Kirchenvorsteher erkannte sofort die dramatische Lage. Ziegel flogen durch die Luft und landeten in 20m Entfernung zur Kirche, etwa 25 Quadratmeter Kirchendach waren abgedeckt. Sogleich sperrte er das Gelände weiträumig mit Flatterband ab, was zu diesem Zeitpunkt sehr schwierig und lebensgefährlich war, da ständig Ziegel und dicke Äste durch die Luft flogen. Später musste er noch fassungslos feststellen, dass einige Bewohner die Absperrungen ignorierten. Der Donnerstagabend-gottesdienst wurde abgesagt. Gleich am nächsten Tag übernahm der Dachdeckerfachbetrieb Jens Grobecker mit einer Hubbühne die Reparaturarbeiten. Das Kirchendach war an mehreren Stellen beschädigt und einige Ziegelreihen im Südbereich (Haupteingang) waren stark verschoben. Die Kosten belaufen sich auf etwa 7000 Euro, die jedoch von der Sturmschaden-versicherung der Pfarrei übernommen werden. Vielen Dank an Carsten Jegerczyk für seinen couragierten Einsatz.