kfd

Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands in Rüdershausen

Das Leitungsteam:

Sigrid Thies
Cornelia Franke
Maria Rudolph
Manuela Diedrich
Monika Hippel, Kassenwartin
Regina Steckel, Schriftfhrerin

Erweitertes Team:

Waltraud Windolph
Sieglinde Diedrich
Elsbeth Wzietek

Weitere Aktionen zum 100-Jährigen...

Koch- und Backbuch. Anlässlich des Jubiläums hatten die Mitglieder der Kfd die Neuauflage eines gebundenen 327-seitigen Koch- und Backbuches mit handschriftlichen Rezepten zusammengestellt. Zum 75-jährigen Bestehen des Vereins war bereits ein Ringbuch mit Rezepten erschienen. Dieses wurde nun um neue kulinarische Ideen ergänzt. Das Buch spiegelt einen aktuellen Trend wider, so ist ein Kapitel allein dem Thema „Partyrezepte“ gewidmet. Alte und neue Rezepte sind in diesem Werk vereint und zeigen, wie köstlich in Rüdershausen gespeist wird und wurde. Beim Jubiläum am 23. Juni wurde das Buch erstmalig verkauft. Es war in einer Auflage von 100 Exemplaren gedruckt worden, von denen nur noch wenige erhältlich sind.

Frauen pflanzen Hopfenbuche Am 26. September trafen sich die Frauen der Kfd im Baumpark Rüdershausen, um auf Grund ihres 100-jährigen Bestehens einen Baum zu pflanzen. Ausgesucht hatte man eine Hopfenbuche. „Diese ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Birkengewächse. Ihr Holz ist sehr hart, und sie kann bis zu 15m hoch werden. Der deutsche Name „Hopfenbuche“ deutet im ersten Teil auf die Blütenstände hin, die denen des Hopfens ähnlich und im zweiten Teil auf die Blätter des Baumes, welche mit der Hainbuche vergleichbar sind. Es ist eine raschwüchsige Art, wird selten jedoch älter als 100 Jahre. Trockenheit verträgt sie gut“, erläuterte der Initiator des Arboretums Franz-Josef Lange. „Möge man sich immer wieder an die Kfd und das Jubiläum des Vereins erinnern und der Baum für viele Jahre mit dem Ort Rüdershausen verwurzelt sein,“ gab die Vorsitzende Sigrid Thieß zu bedenken. Nach einem Gebet, vorgetragen von Cornelia Franke, und dem Lied „Bunt sind schon die Wälder“ lud der Vorstand die Anwesenden zu einer Vesper in der Schutzhütte ein. Der Tisch war reich gedeckt und so saß man in gemütlicher Runde noch ein paar Stunden zusammen.

Lichterprozession. Das Jubiläumsprogramm endete am 18. Oktober mit einer Lichterprozession durch den Ort und einem Fest der Begegnung. Eingeladen waren alle Frauen des Dekanates Untereichsfeld. Es begann mit einer Eucharistiefeier um 18.30 Uhr in der St. Andreas-Kirche. Alle Pfarrgruppen aus den Verbänden der Katholischen Frauengemeinschaften und des Frauenbundes waren mit ihren Vereinsfahnen erschienen. Nach Eucharistie und Prozession wurde zum Imbiss ins Pfarrheim eingeladen. So fand das Jubiläumsjahr der Kfd hier einen schönen, überörtlichen und inspirierenden Abschluss.
M. Adam. Danke an den Vorstand für die Planung, Arbeit und Durchführung der gelungenen Veranstaltungen und Aktionen.

100 Jahre Kfd Rüderhausen

Wertvolles bewahren – Neues mutig angehen Unter diesem Motto feierte die Frauengemeinschaft Rüdershausen am 23. Juni ihr 100-jähriges Bestehen.
Organisiert wurde das Jubiläum vom Leitungsteam: Sigrid Thies, Cornelia Franke, Manuela Diedrich, Regina Steckel und Monika Hippel.
Der Festtag begann um 13 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst. Zelebrant war Pfarrer Markus Grabowski, für die musikalische Begleitung sorgten Organist Werner Gatzemeier, Kantor Hans-Georg Brehmer und die Gitarrengruppe „Querbeet“. Das Thema: „Ich, dein Gott, gebe Dir Wasser aus der Quelle des Lebens“, zog sich durch die ganze Messfeier.
Zunächst begrüßte Sigrid Thies die Gäste und hielt Rückschau: Unter der Leitung des Ortspfarrers Bernhard Stange, gründete sich am 12.02. 1918 der Mütterverein und am 08.12. 1918 eine Maria-nische Kongregation, unter dem Namen „Marienverein“ bekannt. Nach der Schulentlassung traten junge Frauen im Alter von 14, 15 Jahren dem Marienverein bei, mit der Verheiratung wechselten sie dann in den Mütterverein. Laut Überlieferung wissen wir, dass Karoline Lehne und Maria Kirchner zu den Gründungsmitgliedern zählten und auch die Geschicke des Vereins leiteten. 1928 schloss sich der neue Verein dem Katholischen Deutschen Frauenbund an. Die katholischen Frauenverbände waren damals eine Antwort auf die Frauenbewegungen des vorigen Jahrhunderts. Diese setzten sich für das Wahlrecht und die Erwerbstätigkeit der Frauen ein. Nach Ende des 1. Weltkrieges erhielten Frauen in Deutschland das aktive und passive Wahlrecht. Sie durften in der Gesellschaft nun mitbestimmen, durften Einfluss nehmen – wenn auch nur im geringen Maße.
Zunehmend veränderte sich das Bild der Gesellschaft wie das Werteverständnis für Kirche und christliche Lebensführung. Um dem entgegenzuwirken gründeten sich auch in unserer Diözese Müttervereine als Gebetsgemeinschaften. Seither waren die Feier der heiligen Messe, Andachten, Rosenkranzgebete, Morgenlob, Erntedank, Kreuzweg und Roratemessen für unsere Vorgängerinnen tragende Elemente, um segensreichen Einfluss auf das Familienleben und die religiös-sittliche Erziehung der Jugend auszuüben. In der Zeit von 1941-1967 schrieben Frauen wie Anna Obermayer, Anna Schönekeß, Anna Franke und Rosa Wentzler Vereins-geschichte. Obwohl Mitte der fünfziger Jahre religiöses Tun noch immer dominierte, trafen sich die Frauen im Pfarrhaus auch hin und wieder zum Kaffeetrinken am Sonntagnachmittag oder zur religiösen Unterweisung durch den Pfarrer. Außerdem wurden zunehmend Wallfahrten unternommen, später auch Besichtigungsfahrten. Im Vereinsraum der Mehrzweckhalle fanden größere Feierlichkeiten statt. Anfang der 80er Jahre entschloss sich unsere Frauengruppe, auf Anraten von Pfarrer Hellmold, dem Verband der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands beizutreten. Im Jahre 1979 erhielt die Kirchengemeinde ein neues Pfarrheim und somit geeignete Räume sich zu versammeln. Marie-Luise Adam übernahm jetzt das Amt der 1. Vorsitzenden und behielt dieses bis 1999 inne.
Das Vereinsleben erblühte, Kurse aller Art wurden angeboten. Es wurde nun quer durch Deutschland gereist. In großem Umfang wurden Wallfahrten veranstaltet. Eine neue Vereinsfahne wurde im Jahr 1983 erworben. Seit 1987 beteiligte sich die Kfd am Weltgebetstag. Nach Marie-Luise Adam übernahm Christa Ewens die Geschicke des Vereins. Bis heute steht sie uns mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem setzte sich die Gemeinschaft für den Erhalt der sakralen Gegenstände in der Kirche ein, wie z. B. die Restaurierung von Taufbecken, Prozessionsmadonna und Kreuzweg. Die große Marienfigur erhielt einen Sockel mit passenden Kerzenständern. Weiterhin wurden ein Messkelch mit Kommunionschale, neue Gewänder für die Ministranten, Krippenfiguren, ein Kerzenbaum, verschiedene Gerätschaften für das Pfarrheim und ein Getränke-kühlschrank angeschafft. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Spenden für Menschen in Notsituationen und für die Mission. Heute besteht die Gemeinschaft aus 113 Mitgliedern.
Im Laufe des Gottesdienstes bedankte sich Hans-Georg Brehmer für die vielen Aktivitäten, die der Verein für den Kirchort Rüdershausen mitgestaltete. Immer waren helfende Hände aus der Kfd da, um die unterschiedlichsten Projekte im Dorf zu unterstützen. Dann betonte er: „Gottes Liebe und seine Gegenwart wird dort erfahren, wo Frauen miteinander ihr Leben und ihren Glauben teilen“. Zum Abschluss seiner Dankesworte überreichte er ein Geldgeschenk.
Nach dem Gottesdienst wurde das Programm im Kreis geladener Gäste im Pfarrheim fortgesetzt. Es folgten Gruß- und Dankesworte von Annegret Lange, Heike Knoll, Steffen Ahrenhold und Edeltraut Knöchelmann. Gastgeschenke wurden überreicht. Nach der Kaffeetafel sprach die Dozentin und Journalistin Doris Zick über das Thema „Männer reden anders – Frauen auch“. Die Kabarettistin verstand es in unterhaltsamer Weise das unterschiedliche Kommunikationsverhalten von Frauen und Männern den Zuhörern nahe zu bringen. Sie beendete ihre Präsentation mit den Worten: „Seien wir froh, dass uns der liebe Gott so verschieden geschaffen hat.“ Es war ein gelungener, unterhaltsamer Vortrag, sodass bei den Zuhörern häufig ein Schmunzeln im Gesicht stand.
Mit einem gemeinsamen Abendessen endete ein perfekter Festtag.
M. Adam