Berichte

Für unsere "Guten Geister"

Was wären wir ohne sie ….
in unseren Kirchengemeinden gibt es viele gute „Geister“, die Jahr für Jahr ältere und kranke Leute aufsuchen, um ihnen beispielsweise zum Geburtstag zu gratulieren oder um einfach mal „Guten Tag“ zu sagen.
Wer dazu schon einmal die Gelegenheit hatte, weiß genau, wie viel Freude und Dankbarkeit einem entgegen gebracht wird.
Bei vielen Älteren und Kranken spielt sich das Leben oft nur noch in den eigenen vier Wänden ab. Die Tage werden lang und länger, es gibt kaum Abwechslung im normalen Tagesablauf. Da tut es gut, wenn man Besuch bekommt und sich über Gott und die Welt austauschen kann.
In unserem Kirchort Rhumspringe gibt es diesen Besuchsdienst mittlerweile schon 25 Jahre. Natürlich hat sich der Personenkreis der Ehrenamtlichen verändert weil einige aus Altersgründen den Dienst nicht mehr nachkommen konnten und andere die Gruppe wieder vervollständigten.
Lieber „Besuchsdienst“ das Lokale Leitungsteam Rhumspringe bedankt sich ganz herzlich für euer Engagement. Wir wissen, was ihr für die Kirchengemeinde tut und können nur sagen. 
Vergelt’s GOTT!
Bernadette Jacobi


Es ist schön Sternsinger zu sein!

Seit Jahrzehnten beteiligen sich in unseren Pfarrgemeinden, so auch in Rhumspringe, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene am Dreikönigssingen. In diesem Jahr waren die jüngsten unter ihnen nur 4 Jahre alt. Sie haben erstaunlich gut den Gottesdienst mitgemacht und sind sogar einen großen Teil der Wegstrecke in ihren Gruppen mitgegangen.
Es war überhaupt eine Freude zu erleben, wie alle, die Großen, Mittleren und die Kleinen, durch die Sternsingerlieder die hl. Messe wieder mitgestaltet haben. Einige Erstklässler konnten ja noch nicht lesen, haben aber auswendig ganz toll mitgesungen! Pfarrer Kaminski hatte dann in seiner Predigt auch ein dickes Lob für das großartige Engagement der Sternsinger, die doch den ganzen Sonntag für diese Aktion geopfert hatten und darüber hinaus ja auch noch etliche Stunden für die Vorbereitung.
Das auch die Menschen in unserer Gemeinde Rhumspringe die Sternsingerarbeit würdigen, zeigte die Höhe des Geldbetrages, der gesammelt wurde. Es waren mehr als 6.000, - €. Die Frauen des Sternsingerteams des Kirchortes Rhumspringe und das lokale Leitungsteam sagen:

 DANKE für dieses großartige Sammelergebnis,
 DANKE für jegliche Art der Unterstützung,
 DANKE den Eltern, die ihre Kinder motivieren dabei zu sein.

Und bitte, liebe Eltern, tut dies auch weiterhin. Eure Kinder erleben schon bei der Vorbereitung Gemeinschaft und setzen ihre Freizeit für einen wirklich guten Zweck ein, nämlich Kindern zu helfen, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst.
Für das LLT, Rosemarie Jütte

Fronleichnamsprozession in St. Sebastian – früher und heute –

Schon als Kind nahm ich an den Fronleichnamsprozessionen in Rhumspringe teil. Wie ich mich erinnere, führten sie immer jährlich wechselnd mal durchs Oberdorf bis zum Sportplatz und wieder zurück zur Kirche oder durch das Unterdorf und danach über die Rhumestraße zurück.
Auch die Altäre wurden stets von denselben Familien gestaltet. Im Laufe der Zeit entstanden dann zwei weitere Wegstrecken, die zum Teil auch durch die damaligen Neubaugebiete „Auf dem Graben“ und über die Garten - Schul - Post und Bergstraßen sowie über den Pater-Engelbert-Platz, den Kirchberg und das Kirchtal führten.
Das Fronleichnamsfest hatte jahrzehtelang bei uns in Rhumspringe, wie eigentlich überall im Eichsfeld, einen so hohen Stellenwert, dass viele Menschen dafür sogar einen Urlaubstag opferten, die Geschäfte blieben geschlossen und die Kinder hatten schulfrei. Sie nahmen fast ausnahmslos am Gottesdienst und der Prozessioen teil und wurden dabei von ihren Lehrern begleitet.
Die Prozessionsordnung stand fest wie ein ehernes Gesetz. Zuerst gingen die Kinder und die Musikkapelle, danach die Fahnenträger der kirchlichen Vereine, dann die Kommunionkinder mit ihren festlichen Kleidern und die Messdiener, unter dem Baldachin der Pfarrer mit dem „Allerheiligsten“, die Männer schlossen sich an und die Frauen bildeten den Schluß.
Heute haben wir eine eher lockere Ordnung, da Männer und Frauen gemischt gehen. Schulkinder sind leider meistens nur wenige dabei, obwohl sie sich vom Unterricht befreien lassen könnten. Wie früher nehmen auch junge Mütter mit Kinderwagen und kleinen blumenstreuenden Kindern teil.
Seit ca. 20 Jahren gehört zur Prozession nun auch ein Kinderaltar, der z. B. am Spielplatz, an der Schule oder an der Kirche aufgebaut wird. Anni Schmiedekind kümmert sich meistens darum, auch dass er mit Bildern der Kindergarten- oder Schulkinder gestaltet wird. Die Kommunionkinder lesen hier ihre Fürbitten vor und singen noch einmal ihr Kommunionlied. Sie tragen während der Prozession eine weiße Lilie, die anschließend noch viele Tage unsere Muttergottes schmückt.
Auf Anregung einiger Gemeindemitglieder führte die Prozession in diesem Jahr erstmalig durch die Rosen- und Lilienstraße. Sie wurde von Pfarrer Holst geleitet. Die Altäre waren bei den Familien Jütte, Wagner und Gatzemeier und an der Schule aufgestellt. Wie auch in den vergangenen Jahren gestalteten der kath. Männerverein, die Kolpingsfamilie, der Frauenbund und die Kommunionkinder die Fürbitten. Bis zur Entstehung des SSE, als jede unserer Gemeinden noch einen eigenen Pfarrer hatte, fanden die Prozessionen immer vormittags statt. Danach einigte man sich auf eine frühe Prozession in Rüdershausen, nachmittags um 17.00 Uhr in Rhumspringe und Sonntags in Hilkerode. Nachmittags hatte man den Vorteil, dass mancher Erwachsene keinen Urlaub nehmen musste, es waren aber dennoch wenige Schulkinder dabei.
2017 gab es dann einen erneuten Zeitenwechsel mit Rüdershausen, um die Grundschule Rhumspringe zu motivieren, geschlossen teilzunehmen. Das ist leider nicht so richtig gelungen, weil nur die 1. und 2. Schulklasse mitging.
2018 wurde ein weiterer Versuch unternommen und dieses mal waren aus allen 4 Klassen katholische Kinder dabei, deren Eltern Einverständniserklärungen gegeben hatten. Aufgefallen sind im Prozessionszug ausgesprochen viele kleine Kinder, die nicht nur von Müttern, sondern auch von ihren Vätern oder den Großeltern begleitet wurden.
Rosemarie Jütte

Altar bei Familie Jütte, Gartenstr.

Altar bei der Schule

Altar bei Familie Wagner, Lilienstr.

Altar bei Familie Gatzemeier, Poststr.

 

Ehrenamt in unserer Gemeinde
St. Sebastian

Hinter der Kirche tut sich was!

Die sechs Kirchen in unserer großen Pfarrei St. Sebastian stehen alle an einem sehr guten Platz, nämlich mitten in unseren Dörfern. Außer in Rüdershausen und Brochthausen sind sie an einem Hang erbaut. Die umgebenden Kirchhöfe-plätze mit ihren gärtnerischen Anlagen brauchen je nach Größe mal mehr, mal weniger arbeitsintensive Pflege. Die St. Sebastians-Kirche liegt ja inmitten eines relativ großen Geländes mit einem bepflanzten Hang und abstützenden Mauern. Vor 40 Jahren wurde dieser Hang mit Bodendeckern, Rosen, Sträuchern und Bäumen bepflanzt. Dem Hausmeister haben damals bei sporadischen Arbeitseinsätzen immer ziemlich viele Frauen und Männer beim Unkrautjäten und Schneiden der Anpflanzungen geholfen. Das ist heute nun nicht mehr so, und inzwischen waren die Rosen auch überwuchert und die Bäume sehr hoch geworden. Der KV hatte dann vor einigen Jahren für Veränderungen gesorgt: auf den vier Flächen vor, neben und hinter der Kirche wurden drei mit Rasen eingesät, die vierte mit Steinen zugeschüttet. Das war sicher auch eine gute Sache und ist einfacher zu pflegen. Am Hang wurden die Bodendecker und Bäume gerodet, vielleicht nicht immer zu Recht, und neue angepflanzt. Unser kath. Männerverein hat geholfen, dazwischen Rindenmulch zu verteilen. Aber auch die neuen Sträucher müssen ab und zu geschnitten und der Rindenmulch erneuert werden, und Samen von Unkraut oder den noch verbliebenen Bäumen geht auch im Mulch auf. Also, zu tun gibt es für den Hausmeister und die wenigen Helfer auch heute genug. Ein neues Projekt hinter der Kirche, an der Grenze zu den Häusern, die an der Bergstr. liegen, wurde in diesem Jahr durchgeführt. Dort waren die Anpflanzungen immer sehr stark von Brennnesseln überwuchert. Jetzt wurde Bord gesetzt und die Fläche mit Steinen ausgelegt. Einen besonderen Dank und Lob hat der KGR Waldemar Hose auszusprechen, der hier über einige Wochen unermüdlich tätig war. Weitere Helfer sind an der Kirche regelmäßig im Einsatz, z. B. an den Betonblumenkästen, die an den beiden Treppenaufgängen angelegt wurden. An der rechten Seite kümmert sich Rosemarie Jütte um die Bepflanzung, am Turm macht das immer sehr schön Elisabeth Steinmetz mit ihrem Mann Alfred. Beide sorgen auch seit vielen Jahren dafür, dass unsere Kirche morgens geöffnet und abends zugeschlossen wird. Margret und Karl-Heinz Hahn kümmern sich schließlich darum, dass es an den Priestergräbern immer sehr gepflegt aussieht und kein Unkraut hochkommt, und Michael Wagner unterstützt den Hausmeister Hermann Hose wann immer dieser ihn darum bittet.

Rosemarie Jütte

Die Organisten von St. Sebastian Rhumspringe

Seit 1980 erklingt in der Rhumspringer St. Sebastian-Kirche die heutige Orgel der Gebr. Stockmann aus Werl. Stumm blieb die Orgel nur an Karfreitag, ansonsten gab es bis heute keine liturgische Feier ohne Orgelmusik. Seit 1966 - und somit bereits an der Vorgängerin in der alten Pfarrkirche - spielt in Rhumspringe der Organist Werner Gatzemeier. Nach seinem Studium in Münnerstadt und Würzburg sowie anschließender Tätigkeit in Rimpar kehrte er in seine Heimatgemeinde zurück und verantwortete fortan die musikalische Gestaltung. Das daraus resultierende Niveau hält bis heute an. Bestandteil dieser Arbeit war und ist auch die Gewinnung neuer Organistinnen und Organisten sowie deren Ausbildung und Förderung. Gibt es nach über 50-jähriger Tätigkeit als Organist so etwas wie Ruhestand für einen überzeugten Musiker? Natürlich nicht. Und doch wechselte am 04.08.2016 die Verantwortung an einen Neuen. Neue Tätigkeit ja, aber kein neues Gesicht, denn bereits seit mehreren Jahren hilft Christopher Wagner an der Orgel aus. Den Grundstein für die „Nachfolge“ legte natürlich Gatzemeier selbst, bildete er Christopher über Jahre hinweg an Klavier und Orgel aus und auch in der Praxis lässt sich die Herkunft der Spielweise des Neuen nicht leugnen. Also doch Ruhestand? Nein. Dem Gottesdienstbesucher ist dieser Wechsel unter Umständen gar nicht aufgefallen und das ist auch gut so. Weiterhin sitzt Gatzemeier regelmäßig an der Orgel und übernimmt Dienste. Jeden Gottesdienst zu spielen, wäre für den 31-jährigen Christopher neben dem regulären Beruf und weiteren Hobbys nur schwer darstellbar. Umso erfreulicher ist daher ein tatsächlich neues Gesicht. Bernadette Wagner wohnt seit März in Rhumspringe – die Liebe führte Sie ins Eichsfeld. In Ihrer Heimat Fulda wurde die 24-jährige zur Organistin ausgebildet und überzeugte bereits mit ihrem Orgelspiel und Gesang die Gottesdienstbesucher. Die vierte im Bunde spielt seit über 60 Jahren Orgel und lernte – wie zur damaligen Zeit üblich – beim Schulleiter persönlich. Helga Steinmetz unterstützt auch zukünftig tatkräftig im Gottesdienst. Und die Zukunft? Mit dem 20-jährigen Jan Balitzki steht zukünftig ein weiterer Organist zur Verfügung. Jan absolviert zurzeit seine Ausbildung zum Organisten – seine ersten Erfahrungen an der Orgel sammelte auch er als Schüler von Werner Gatzemeier und übernimmt selbstverständlich bereits eigene Gottesdienste. „Eine sehr komfortable Situation für St. Sebastian“, zwinkert Christopher, der für die Einteilung der Organisten verantwortlich ist. Es ist schön, dass unserer Gemeinde verhältnismäßig viele Musiker zur Verfügung stehen? So ist es selbstverständlich, auch in den umliegenden Gemeinden auszuhelfen, sollte dies erforderlich sein (aktuell Hilkerode, Fuhrbach, Rüdershausen). Und so sind wir uns sicher, dass die „Königin der Instrumente“ auch weiterhin zu möglichst jeder liturgischen Feier erklingen wird – stets zur Ehre Gottes.
Das Organistenteam

Seniorenbetreuungsteam in St. Sebastian

 Besuche im Altenheim Hartel

Viermal im Jahreskreis macht sich das Besuchsteam des Kirchengemeiderates St. Sebastian auf, um mit den Bewohnern des Seniorenheims Hartel etwas Zeit zu verbringen. Mit gut gefüllten Nikolaustellern überraschten wir die alten Herrschaften in der Adventszeit. Brigitte Huber, die jetzt die Besuche organisiert, hatte dafür extra leckere Kekse gebacken. Bei Gesprächen, dem Gesang von Advents- und Weihnachtsliedern sowie kleinen vorgetragenen Geschichten verging die Zeit wie im Flug. Für diesen Nachmittag hatten wir auch die fast 90-jährige Marianne Arend mitgenommen. Sie bereicherte unsere Runde mit Erzählungen von früher oder auswendig vorgetragenen Gedichten. Zufällig war auch Margarete Koch (94 Jahre) mit ihrer Tochter Renate Kurth, die zum Team gehört, dieses Mal mitgekommen. Beim Verabschieden hören wir immer wieder von den Bewohnern: „Kommt bald wieder!“
Zum Besuchsteam gehören neben den bereits Erwähnten auch Friedhilde Diedrich, Rita Reinhard sowie Christa Schmiedekind. Margret Hahn und Ruthild Koch, die auch die Geburtstagsjubilare besuchen, machen das Betreuungsteam dann komplett.

Vor 22 Jahren haben Mitglieder des PGR mit den Besuchen im Seniorenheim begonnen. Initiiert hatte sie Christa Diederich und bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Gremium auch organisiert. Danach hat Rosemarie Jütte dies übernommen. Während früher die Bewohner fast ausschließlich aus anderen Orten kamen, so lebten in den vergangenen 10 – 12 Jahren auch viele Rhumspringer im Heim, wenn die Angehörigen die Pflege nicht selbst übernehmen konnten. Zu Beginn unserer Besuche haben wir versucht, an den jeweiligen Nachmittagen mit möglichst vielen Bewohnern ein Gespräch zu führen. Später sind wir dann dazu übergegangen auch gemeinsam Lieder, die zur Jahreszeit passen zu singen. Und das macht uns genau so viel Freude wie den Senioren.
Rosemarie Jütte