40 jährige Kirchweihe in St. Sebastian Rhumspringe

Video vom Pfarrfest

Nachlese mit Video

Auf den Tag genau konnte die St. Sebastiansgemeinde in diesem Jahr den 40. Weihetag ihrer Kirche feiern.

Sie wurde nämlich am 20. August 1977 vom damaligen Bischof der Diözese Hildesheim, Heinrich Maria Janssen, eingeweiht. Das alte Gotteshaus von 1822 musste 1976/77 einem Neubau weichen, u. a. auch, weil es für die vor allem nach dem 2. Weltkrieg angewachsene Kirchengemeinde zu klein geworden war. Zur Zeit des Kirchenbaues zählte man in Rhumspringe 1814 Katholiken.

Alle Kirchorte, die heute die Pfarrei St. Sebastian bilden sowie die Rhumspringer Vereine beteiligten sich an diesem besonderen Kirchweihfest. Die hl. Messe begann um 10.30 Uhr. Im Verlauf der Predigt erläuterte Pfarrer Grabowski, dass Kirche niemals fertig sei, sondern ständig an ihr gebaut werden müsse, im geistlichen Sinn am Verhältnis des Menschen zu Gott und im praktischen Sinn am Gebäude. Und so passte es sehr gut, dass er drei Männer zu sich bat, um ihnen stellvertretend für alle anderen Ehrenamtlichen zu danken: Karl-Heinz Diedrich, der als Vorsitzender des Männervereins auch vor dem Fest wieder viele Männer motiviert hatte, dabei zu helfen, das Kirchengelände in Ordnung zu bringen sowie Hermann und Waldemar Hose, die oft als Einzelkämpfer dort tätig sind. Letzterem übergab er mit einem Augenzwinkern einen Spaten und der Bitte, diesen auch weiterhin für die Kirche einzusetzten.

Nun begrüßte der Pfarrer die Kunsthistoriker Frau Dr. Tonsch und Herrn Christian Schulz vom Generalvikariat Hildesheim und dankte auch ihnen für ihre Bemühungen. Beide erklärten Sinn und Zweck der Invertarverzeichnisse für Kirchen und übergaben an Siegfried Herschel zwei neue Bände für St. Johannes, Hilkerode, die heutzutage auch Fotos beinhalten. Als Ersatz für die zwei verloren gegangenen bekam eines Manfred Engelberg für Langenhagen und Hans-Georg Bremer eines für Rüdershausen. Selbstverständlich werden alle Verzeichnisse zukünftig im Pfarrbüro aufbewahrt. Herrn Schulz übergab Pfarrer Grabowski als Anerkennung die obligatorische Eichsfelder Mettwurst und Frau Tonsch bekam, wie auch Rosemarie Jütte, einen sehr schönen Blumenstrauß. Diese stellte nämlich anschließend den neuen Kirchen/Kunstführer vor, an dem sie mitgearbeitet hatte.

Und schließlich durfte Lukas Kellner als derzeitiger Pfarreipraktikant und einer der Ministrantenleiter die neue Messdienerflagge vorstellen. Bernd Schmiedekind hatte dafür das Logo entworfen. Auf der Vorderseite steht: Wir sind dabei - Pfarrei St. Sebastian Rhumspringe - und der Fisch als christliches Symbol, gefolgt von den Namen der sechs Kirchorte. Auf der Rückerseite: Ministranten der Pfarrei St. Sebastian Rhumspringe und als Logo alle sechs Kirchtürme. Der Pfarrer segnete die Fahne mit dem Hinweis, dass die Messdiener durch ihren Dienst am Altar ja ständig für den Glauben „Flagge“ zeigen müssten.

Nach dem Glaubensbekenntnis trugen Gläubige aus den Kirchenbänken heraus die Fürbitten vor. Der Kirchenchor begeisterte im weiteren Verlauf des Gottesdienstes mit den Liedern „The Lord Bless You“ und „Schau auf die Welt“ und verlieh ihm damit mal wieder einen äußerst würdigen Rahmen. Diese hl. Messe hatte heute zwar etwas länger gedauert, als das üblicherweise der Fall ist, aber das durfte zu diesem Anlaß wohl auch so sein.

Auf dem Platz hinter der Kirche erwartete die Gottedienstbesucher anschließend das Spiel des Fanfarenzuges und ein großes kulinarisches Angebot an Essen und Trinken über den ganzen Tag verteilt. Zur Unterhaltung der Gäste trugen nachmittags auch die Damen des Tanzsportclubs ELAN bei, die Messdiener mit dem Losverkauf, Martina Fasshauer mit dem Luftballonflug, das Team des Kindergartens mit Basteln und Schminken sowie eine Hüpfburg, die uns aus Langenhagen geliehen war. Bis spät in den Abend hinein wurde gefeiert, bei etwas kühler aber trockener Witterung.

Der Kirchengemeindrat bedankt sich auch auf diesem Wege nochmals ganz herzlich bei allen in diesem Bericht bereits Erwähnten, den Rhumspringer Vereinen, den eifrigen Tortenbäckerinnen und sämtlichen Helfern vor, während und nach dem Fest.

Rosemarie Jütte